Andacht

Was ist eigentlich Erfolg? Wenn ein Kind gute Noten schreib,  Klassensprecher wird, ein toller Musiker ist oder im Sport glänzt? Wenn ein Erwachsener berühmt wird? Oder wenn eine Managerin viel Geld verdient? Oder wenn ein Mitarbeiter in seiner Firma unentbehrlich ist? Oder wenn jemand eine Familie gründen und ein Haus bauen kann? Was wir wirklich für uns als Erfolg empfinden, das sehen wir wohl alle unterschiedlich. Denn Erfolg muss eben zur eigenen Persönlichkeit passen.
Der Monatsspruch für September gibt dazu etwas Wichtiges zu bedenken: Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?
(Mt. 16,26)
Was will Jesus uns damit sagen? Nun, der größte Erfolg ist doch, wenn ein Mensch am Ende sagen kann: „Alles ist gut. Alles ist so gekommen, wie es am besten ist. Ich kann im Frieden leben mit mir selbst und meinem Schicksal, mit den Menschen und mit Gott. Und genau das verspricht Jesus denen, die sich an ihn halten.“ Und mit seinem Weg ans Kreuz und seiner Auferstehung hat er auch gezeigt, dass das keine leeren Worte sind, sondern dass er unsere Seelen retten will vor allem Bösen und dass ihm das sogar sein Leben wert ist.
Also lohnt sich der Versuch, im Leben Jesus zu vertrauen. Vielleicht können wir dann schon jetzt merken, wie das unser Leben besser macht.
Jesus zu vertrauen heißt: Wir dürfen gewiss sein, dass letztendlich unser Leben, auch mit Misserfolgen und Fehlern bei Jesus in guten Händen ist und wir trotzdem am Ende sagen dürfen: „Alles ist gut.“ Das kann entlasten, so dass wir uns von Misserfolgen nicht lähmen lassen, sondern immer wieder neu den besten Weg suchen.
Jesus vertrauen, das heißt: Wir eifern seinem Gebot und Vorbild der Nächstenliebe nach. Wir sind für andere da mit unserer Anteilnahme, unserer Hilfe und unserer Fürbitte. Und vielleicht werden wir dann jetzt schon ein Stück Frieden spüren. So schenke uns Gott seinen Geist, damit wir Jesus nachfolgen und am Ende sagen können: „Alles ist gut.“
Ihre Pfarrerin

A. Weisensee