Andacht

Monatsspruch für April: Mt. 28,20:

Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Als Kind hatte ich fürchterliche Angst vor Gewittern. Wachte ich nachts von einem Gewitter auf, dann kroch ich zu meinen Eltern ins Bett. Das Gewitter war immer noch gefährlich.  Aber die Eltern waren bei mir, und das gab mir Mut.
Auch unser Leben ist nicht immer eitel Sonnenschein.  Pflichten, Erwartungen und Termine prasseln zuweilen auf uns ein. Manchmal weht uns der Wind heftiger Kritik rau entgegen. Manchmal fühlen wir uns vor lauter schlimmen und erschreckenden Nachrichten wie im Auge des Sturms.
Ob unser Leben gerade sonnig oder eher stürmisch aussieht, es ist immer gut, dabei nicht allein zu sein. Denn wenn wir  unser Glück mit jemandem gemeinsam genießen können, wird die Freude umso größer. Und wenn wir in Angst und Sorgen, Leid und Traurigkeit, Stress und Überlastung nicht allein sind, dann wird das Schwere ein Stück leichter.
Unser Monatsspruch für April erinnert uns: Wir sind wirklich nicht allein. Sondern wie auch immer unser Leben verläuft, Jesus Christus ist bei uns. Das ist viel wert. Gerade Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern zeigen uns das. Gründonnerstag: Jesus sitzt mit den Menschen an einem Tisch. Er hat gelebt wie wir alle. Was uns bewegt, kann er verstehen, nicht nur Freude, sondern auch Leid und Angst. Karfreitag: Jesus Christus ist gestorben. Er weiß, was Leiden heißt und drückt sich nicht davor. Ostern: Jesus Christus ist vom Tode auferstanden. Er zeigt uns: Nicht das Schlimme, Mühsame oder Erschreckende, was auf uns einstürmt, trägt den Sieg davon, sondern das Leben. Unsere Freude ist ein Vorgeschmack auf die Freude, die er uns schenken will. Unser Leid ist nicht endgültig. Und auf allen Wegen ist Jesus Christus für uns da. Gott schenke uns, dass uns das Dankbarkeit in guten und

Ihre Pfarrerin

A. Weisensee